Recruiting Videos: Sprungbrett oder Stolperfalle?

Absprung mit Recruiting Videos

Viele aktuelle Trends drehen sich um das Medium Video. Live-Streaming, Bewerbung per Video etc. Recruiting Videos als Teil der Employer Branding Strategie sind zwar nichts Neues, dennoch wird ihnen immer noch weiteres Bedeutungswachstum prophezeit. „Broadcast Yourself“ hat endgültig Einzug ins Recruiting gehalten.

 

Einer der großen Vorteile des Videoformats ist seine Reichweite. Videos lassen sich, einmal hochgeladen, über die verschiedensten Kanäle verteilen. Ein schlecht geglücktes Recruitung Video kann auch zur Falle werden. Ist das Video einmal hochgeladen, lässt sich schwer kontrollieren, wie und wo es von anderen weiterverbreitet wird.

Idealerweise bewirkt ein Recruiting Video, dass der Zuschauer sich nach dem Ansehen dazu motiviert fühlt, sich bei dem jeweiligen Unternehmen zu bewerben. Allgemein gibt ein guter Recruiting Film einen authentischen Einblick in den Unternehmensalltag. So einfach wie sich das anhört, scheint es allerdings nicht zu sein.

Die “Goldene Himbeere” der Recruiting Videos

Videos bieten viele Möglichkeiten und Freiräume, dabei kann man sich aber auch schnell einmal verlaufen. Es gibt im Netz zahlreiche Negativbeispiele, bei denen das Recruiting Video trotz – oder gerade wegen etwas zu viel – gutem Willen zum Flop für das Unternehmen geworden ist. Schon mal etwas von der „Goldenen Runkelrübe“ gehört? Dabei handelt es sich um einen Preis für besonders schlechte Personalkommunikation. Die „Goldene Himbeere“ des Recruitings sozusagen. Und natürlich gibt es auch eine Kategorie für Recruiting- und Arbeitgebervideos. Wie man es nicht machen sollte, wird mit den Nominierungen 2015 ausreichend gut vermittelt. Wie immer bleibt auch das Video mit Rap Musik nicht aus. Und die Goldene Runkelrübe geht an…?

Der Gewinner heißt ‘Authentizität’

Glücklicherweise gibt es aber auch gute und erfolgreiche Recruiting Videos. Allgemein ist der wichtigste Faktor die Authentizität. Wenn es darauf ankommt ist man dann lieber nicht ganz so originell, aber dafür echt. Solange die Mitarbeiter in dem jeweiligen Unternehmen also nicht wirklich singend und rappend durch die Gänge tanzen, sollten sie das möglichst auch nicht im Recruiting Video tun.

Ein gelungenes Beispiel stellt das Video des Onlinehändlers OTTO dar. Man bekommt auf sympathische Art einen guten Eindruck vom Unternehmen, der Arbeit eines UX-Designers und dem Projektmanagement.

 

 

Dass etwas Selbstironie auch gut tun kann, zeigt ein unterhaltsames Beispiel von AVANTGARDE Experts, die einen „etwas anderen Recruitingfilm“ gedreht haben. Total authentisch.

 

 

Soviel zu den verschiedenen Ansätzen, Chancen und Risiken von Recruiting Videos. Allerdings ist eine professionelle Videoproduktion nicht gerade günstig, und liegt gerade für kleinere Unternehmen oft außerhalb des vorhandenen Budgets. Wie man ein gutes und authentisches Video auch selbst und ohne teures Kameraequipment machen kann, zeigt LinkedIn in einem Video Tutorial.

 

 

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