#VoiceOfTruffls – Halo-Effekt

Jede Woche führen wir über unseren Instagram-Account eine neue Umfrage durch, die mit einem psychologischen Phänomen zusammenhängt. Neben der Auswertung Eurer Antworten posten wir eine knappe Erklärung der jeweiligen Phänomene hier auf unserem Blog.

Heute bei #VoiceOfTruffls: Der Halo-Effekt

 

Diese Woche haben wir Euch gefragt, was Eurer Meinung nach besser sei: Eine Inselbegabung zu haben oder ein Multitalent zu sein. Keine leichte Frage, wie wir anhand der Reaktionen der Community festgestellt haben! Eine Userin schrieb uns, dass es „schwer zu sagen” sei, weil „beides Vor- und Nachteile” hat. Dennoch haben viele von Euch abgestimmt und 2/3 von Euch würden das Multitalent der Inselbegabung vorziehen.

In Personalbeurteilungen wird häufig der Fehler begangen, dass eine positive Eigenschaft auf andere (negative) Eigenschaften übertragen wird und diese damit umkehrt.

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der sogenannte Halo-Effekt erforscht und bis heute in zahlreichen psychologischen Studien nachgewiesen. Er gilt als klassisches Beispiel für kognitive Verzerrung und beschreibt die Tatsache, dass wir uns in unseren Bewertungen anhand einer Eigenschaft bereits auf das große Ganze festlegen.

Das Ganze geht natürlich auch in die entgegengesetzte Richtung: Eine negative Eigenschaft kann genau so auch andere positive Eigenschaften einer Person überschatten. In Studien hat man festgestellt, dass Vorgesetzte in ihren Beurteilungen dazu tendieren, ihr Personal in „Überflieger“ und „Durchschnitt“ einzuteilen und nicht die einzelnen Leistungen und Eigenschaften getrennt voneinander zu bewerten.

Was dagegen hilft? Zunächst ist Aufklärung über das Aufkommen des Halo-Effekts ein guter Schritt. Wer nämlich weiß, dass Menschen von Natur aus dazu tendieren, Eigenschaften gesammelt und nicht einzeln zu betrachten, kann gezielt versuchen, dies zu vermeiden.

 

Von daher kann man sagen, dass eine Inselbegabung sich durch den Halo-Effekt durchaus positiv auf Beurteilungen auswirken kann – wenn die zuständigen Personaler*innen nichts gegen die Vermeidung des Halo-Effektes tun. Ansonsten gilt wohl wie so oft: Die Mischung macht’s – niemand muss ein Überflieger auf allen Gebieten sein, aber ein Paar Dinge besser zu können als andere, ist mit Sicherheit keine schlechte Eigenschaft.


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