Vielfalt ist erfolgreicher

Aktuelle Diversity-Studie von truffls: Deutsche Arbeitnehmer*innen wollen mehr Vielfalt in ihren Unternehmen und sind überzeugt, dass dies der erfolgreichere Weg ist

Berlin, Juli 2020.Zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer*innen ist es wichtig, welche Haltung ihr Unternehmen zu Diversity-Fragen hat. Vor allem junge Mitarbeiter*innen zwischen 18 und 29 Jahren achten mit einem überdurchschnittlichen Anteil von 74 % darauf. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie, für die das Berliner Start-up truffls bundesweit 1.000 Berufstätige befragte. Diesen Zahlen steht allerdings gegenüber, dass das Thema gemäß der Mitarbeiter*innen-Erfahrung in gerade einmal 13,5 % der Unternehmen tatsächlich auch eine sehr wichtige Rolle spielt – in weiteren 39,5 % eine immerhin noch wichtige. Mehr als jede*r Dritte der befragten Teilnehmer*innen (34 %) registrieren dagegen bei ihrem arbeitgebenden Unternehmen eine eher unwichtige Bedeutung von Vielfalt, während 13 % sogar angeben, dass sich dort gar nicht um Diversity gekümmert wird.

Belegschaft und Personalabteilung einig: Diverse Teams sind erfolgreicher als andere

Dabei zahlt sich eine positive Grundhaltung zu Vielfalt aus Sicht der Studienteilnehmer*innen unter anderem durch größeren Unternehmenserfolg aus. Denn die Mehrheit ist der Meinung, dass diverse Teams erfolgreicher sind als andere – 58 % finden, diese kämen zu innovativeren Ergebnissen, 62 % halten sie für kreativer und 54 % schlichtweg für effektiver. Diese Einschätzung wird übrigens auch von Unternehmensseite bestätigt. Denn auch 56 % der Personaler*innen schreiben diversen Teams bessere Ergebnisse zu als homogenen Teams.

„Unsere Studie zeigt, dass Werteorientierung und Unternehmenserfolg direkt miteinander verknüpft sind. Konkret: Vielfalt ist ergebnisorientiert im Sinne von mehr Innovation, mehr Kreativität und messbar besseren Ergebnissen. Vielfältig aufgestellte Unternehmen leisten sich also keine Haltung. Sie leisten ganz einfach mehr als andere“, so Matthes Dohmeyer, einer der Gründer und Geschäftsführer von truffls, der mit seinem Unternehmen erst im vergangenen Jahr mit der Diversity-Kampagne #mussegalsein für Aufsehen in der Arbeitswelt gesorgt hatte.

Arbeitnehmer*innen offen: Geschlecht oder Herkunft von Führungskräften ist egal

Wie die truffls-Studie wenig überraschend zeigt, sind Führungskräfte nur selten weiblich. 31 % der Teilnehmer*innen geben an, dass ihre Führungskraft eine Frau sei. Noch viel geringer ist der Anteil anderer Personengruppen: Denn nur 6,7 % berichten von einer Führungskraft mit Migrationshintergrund und nur 6,8 % von einem Teamlead, der*die unter 30 Jahre alt sei.

Ganz anders als diese ernüchternden Zahlen wäre indes die Akzeptanz diesbezüglich. Insgesamt wären 92 % aller Befragten mit einer weiblichen Führungskraft einverstanden. Besonders jungen Mitarbeiter*innen ist das Geschlecht in diesem Kontext egal. 34 % fänden eine weibliche Führungskraft gut und für zusätzliche 60 % würde das Geschlecht keinen Unterschied machen. Auch berufserfahrenere Studienteilnehmer*innen zwischen 30 und 39 Jahren geben mit überdurchschnittlicher Zustimmung (91 %) an, dass sie kein Problem mit weibliche Vorgesetzten haben. Diese positive Haltung zeigen die Studienteilnehmer*innen übrigens auch, wenn es um Führungskräfte mit Migrationshintergrund geht – das fänden 13 % explizit gut und 77 % stünden dem neutral gegenüber.

Mitarbeiter*innen bemängeln: Aktuell fehlt es an Chancengleichheit

Interessante Einsichten bietet die truffls-Studie außerdem, was die Chancengleichheit von bestimmten Personengruppen im beruflichen Kontext betrifft. Hinsichtlich der individuellen Karriereentwicklung sehen die meisten Befragten Nachholbedarf in deutschen Unternehmen. So sind 59 % der Studienteilnehmer überzeugt, dass Menschen mit Migrationshintergrund schwerer beruflich voranzukommen als einheimische Kollegen*innen. Diesen Eindruck bestätigen übrigens auch 55 % der Befragten mit Migrationshintergrund selbst. Noch höher ist der entsprechende Wert bei Frauen, denen 60 % zuschreiben beruflich schwerer voranzukommen. Das bestätigen 75 % der befragten Frauen. Homosexuellen Arbeitnehmer*innen schreiben indes vergleichbar geringe 28 % der Befragten zu, beruflich benachteiligt zu werden, was 26% der Teilnehmer*innen aus dieser Personengruppe auch bestätigen.

„Unsere Studie zeigt: Diversity ist längst Realität im Selbstverständnis zahlreicher Menschen. Für Unternehmen bedeutet das: Wer frei von Vorurteilen Stellen besetzt – Führungspositionen genauso wie alle anderen – setzt automatisch auf vielfältige Teams und damit auf Erfolg. Denn letztlich geht es nicht um Vielfalt um der Vielfalt willen, sondern auch darum, mit diesem Ansatz erfolgreich zu sein. Und trotzdem: Angekommen in einer vielfältigen Arbeitswelt sind wir erst dann, wenn es nicht mehr #mussegalsein heißt, sondern wenn wir aus dem Unternehmenserfolg heraus wissen: #esistegal“, so Matthes Dohmeyer.

Über die Studie

Das Marktforschungsunternehmen respondi befragte im Februar 2020 deutschlandweit im Auftrag von truffls 1.000 Teilnehmer*innen zu ihrer Sichtweise und ihren Erfahrungen rund um Diversity in der Arbeitswelt. 55 % der Befragten waren männlich, 45 % weiblich, alle Teilnehmer*innen zum Zeitpunkt der Befragung erwerbstätig. 11,6 % besaßen eigenen Angaben zufolge einen Migrationshintergrund. Weitere 6 % gaben an, homosexuell zu sein. Diese Merkmale wurden abgefragt, um Rückschlüsse auf die jeweilige Perspektive der jeweiligen Personengruppe und deren Wahrnehmung zum Thema Diversity ziehen zu können.

Das komplette White Paper können Sie kostenfrei hier herunterladen: https://truffls.de/de/whitepaper

Über truffls

Truffls ist mit über 500.000 Nutzer*innen Deutschlands Marktführer im Mobile Recruiting. Die Job App funktioniert mit Hilfe von einfacher Gestensteuerung (Swipes), modernster Machine Learning Technologie und einem smarten Algorithmus, der dafür sorgt, dass Stellenanzeigen den passenden App-User*innen ausgespielt werden. Spezialisiert hat sich truffls auf berufserfahrene Fachkräfte aus Business und Tech in den Metropolregionen deutschlands.

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