Unsere Top-TEDTalks zum Thema Human Resources

Filmklappe - HR TEDTalks

Technology, Entertainment, Design. Kurz: TED. Ursprünglich als invitation only-Konferenz in einem abgesteckten Themenbereich ins Leben gerufen, erreichen die Veranstaltungen der Nonprofit Organisation inzwischen seit Jahren regelmäßig virale Verbreitungen im Internet. Jeder hat schon einmal etwas von TEDTalks gehört. Nicht nur die Reichweite, auch der Umfang an Themen hat zugenommen. Heute möchten wir drei TEDTalks und TEDxTalks[1] vorstellen, die besonders für den Human Resources Bereich von Interesse sind. Als Kritik, Diskussions- und Denkanstoß.

 

Brian Halligan: Inbound HR

Kernaussage: Unternehmen müssen ihre Führungsweise und ihre Unternehmenskultur überdenken und zeitgemäß anpassen, um mit der Lebens- und Arbeitsweise moderner Arbeitnehmer mithalten zu können.

Brian Halligan, CEO und Mitgründer von Hubspot, gehört selbst zur Generation X. In seinem Vortrag vergleicht er seine eigene Generation mit den Baby Boomern und den Millenials in Hinblick auf verschiedene Faktoren. Das Problem: die meisten Unternehmen passen in ihrer Kultur zu den Eigenschaften der Generation X, die allerwenigsten zu denen der Millenials. Und das, obwohl die Millenials inzwischen den größten Anteil der Arbeitskräfte darstellen. Auch die häufige Kritik an der Generation Y sieht er nicht gerechtfertigt: „Everyone said the millenial generation is the worst generation to hire. I think when the history books are written, the millenials are going to be the best generation to hire.“

Alles in allem enthält dieser HR TEDTalk nicht unbedingt viele neue Erkenntnisse. Trotzdem bietet er einen guten Überblick über die verschiedenen Faktoren der fortdauernden Generation Y Debatte, und argumentiert überzeugend, warum es endlich Zeit für eine Kursänderung ist.

 

Diana Dosik: Why we need to treat our employees as thoughtfully as our customers

Kernaussage: Die gleichen Tools und Techniken, die schon lange erfolgreich im Marketing verwendet werden, sollten ebenso im Personalmanagement genutzt werden, um Arbeit zu erleichtern und so Ziele erreichen zu können.

Viele Führungskräfte kennen und verstehen weder den Arbeitsprozess, noch die Hindernisse und Herausforderungen des Großteils ihrer Mitarbeiter. Ein Zustand, den sich heutige Unternehmen eigentlich kaum noch leisten können. Der Weg des Kunden wird bis ins kleinste Detail analysiert und beeinflusst, alle „pain points“ so weit wie möglich entfernt. Warum passiert dasselbe nicht auch mit dem Weg des Arbeitnehmers? Wo doch jedes Unternehmen von den Mitarbeitern und deren Leistungen abhängig ist.

Wie Diana Dosik richtig sagt, passieren solche Veränderungen nicht von heute auf morgen. Trotzdem sollte sich jede Führungskraft einmal fragen: „Wie gut kenne und verstehe ich wirklich die Arbeit meiner Teams und Mitarbeiter?“

 

Jason Fried: Why work doesn’t happen at work

Kernaussage: In Büros wird kaum gute und wertvolle Arbeit vollbracht. Arbeitnehmer brauchen mehr Freiheiten und die Möglichkeit, längere Zeit ohne Unterbrechungen arbeiten zu können.

Werden Menschen gefragt: „Wohin willst Du am liebsten gehen, wenn Du wirklich etwas fertig kriegen muss?“, ist die Antwort selten „das Büro“. Trotzdem ist das genau der Ort, an dem der Großteil von uns seine Arbeit erledigt. Dort, wo der Arbeitstag durch laufende Unterbrechungen zerstückelt wird und sich kaum jemand für einen längeren Zeitraum konzentrieren kann. Die schlimmsten Unterbrechungen sind nach Fried dabei keineswegs Facebook und YouTube. Es sind Manager und Meetings. Und die gibt es nur im Büro.

Dieser TEDTalk ist zwar schon fast drei Jahre alt, trotzdem hat er kaum an Aktualität verloren. Jason Fried hält seine Aussagen und Lösungsansätze selbst für etwas provokativ. Es gibt auch einiges, was man seinen Argumenten entgegensetzen könnte: Manche Meetings sind sehr wichtig, daher wäre es nicht die beste Idee, diese einfach mal ausfallen zu lassen. Und während einige Menschen im Home Office viel produktiver sein können als im Büro, hat auch dieses seine Herausforderungen und ist nicht für jeden geeignet.

 

Aber schließlich ist es gerade das Diskussionspotenzial, das viele TEDTalks ausmacht und durch die Änderungsprozesse angeregt werden können. Es geht nicht um eine Schritt-für-Schritt-Gebrauchsanleitung. Es geht um Denkansätze, die ruhig mal etwas radikaler sein können, damit überhaupt etwas ins Rollen kommt.

 

Welcher TEDTalk ist Dein Favorit? Schreib uns gern einen Kommentar.

 

[1] Diese Konferenzen sind unabhängig von TED organisiert, funktionieren aber nach demselben Format.
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