Keine Angst vor Jobwechsel – Unsere Tipps für die Jobsuche

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Du hast am Montag schon keine Motivation für Deinen aktuellen Job und sehnst Dich spätestens am Mittwoch nach dem Wochenende? Du fragst Dich regelmäßig, wozu Du das eigentlich alles machst, und würdest dann am liebsten aufstehen, das Büro verlassen und nicht wieder zurückkommen? Mit diesem Gefühl bist Du nicht allein. Laut einer Studie zur Jobzufriedenheit 2016 sind 47 Prozent der Arbeitnehmer nicht zufrieden mit ihrem Job. 44 Prozent würden ihren Job in den nächsten zwölf Monaten wechseln. Aber was ist mit den drei Prozent dazwischen? Weshalb sollte der Jobwechsel monatelang aufgeschoben, und die Unzufriedenheit im Job so verlängert werden? Und warum sind überhaupt so viele Arbeitnehmer unzufrieden?

 

Gründe für einen Jobwechsel

Zuerst einmal ist folgendes zu sagen: Wenn man wirklich unglücklich im aktuellen Job ist, sollte man den Jobwechsel möglichst nicht ewig aufschieben. Schließlich verliert man so immer mehr Kraft und Motivation, die man doch im neuen Job viel besser gebrauchen könnte. Trotzdem ist kein Job absolut perfekt und an sich ist es immer besser, die eigene Unzufriedenheit zu reflektieren und zuerst nach einer Lösung innerhalb des aktuellen Arbeitsverhältnisses zu suchen. Wer bei jedem Konflikt sofort den Schreibtisch räumt, um weiter nach dem glücksversprechenden Job-Einhorn zu suchen, der verläuft sich dabei am ehesten.

Der perfekte Zeitpunkt für den Jobwechsel

Wenn Du Dich allgemein sehr unwohl fühlst, morgens überhaupt nicht aufstehen willst und schon bei dem Gedanken an die Arbeit Magenschmerzen bekommst, dann ist es definitiv Zeit für einen neuen Job. Ob die Arbeitsbedingungen zu schlecht sind, Du vor Stress kaum noch denken kannst oder Du trotz aller Lösungsversuche einfach nicht mit dem Team klarkommst – suche Dir eine neue Stelle, bevor Deine jetzige Dich krank macht.

Manchmal passt die Arbeitsweise des Unternehmens einfach nicht zu den eigenen Werten. Wenn Du ständig in einen moralischen Zwiespalt gerätst, ist auch das ein Zeichen. Nicht nur Unternehmen müssen sich Gedanken über den ‘Cultural Fit’ von Bewerbern und Mitarbeitern machen, umgekehrt ist die Übereinstimmung genauso wichtig.

Natürlich gibt es auch weit weniger negative Gründe, um sich nach einem neuen Job umzusehen. Manchmal stimmen Arbeitsklima und Gehalt, das Unternehmen bietet nur nicht genug Herausforderungen und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Um ein Bore-Out durch Unterforderung zu verhindern und nicht auf einer Karriere-Stufe stehen zu bleiben, braucht es dann einen neuen Job.

Oder Du entscheidest Dich für einen beruflichen Richtungswechsel, der innerhalb des Unternehmens nicht möglich ist.  Hintergrund kann einfach der Wunsch nach etwas neuem sein, oder zum Beispiel auch das Bedürfnis nach einer Tätigkeit mit sozialer Verantwortung und Weltrettungspotenzial (Generation Y einmal winken bitte!), das durch den aktuellen Job nicht erfüllt wird. Gerade hier muss der Jobwechsel aber gut überlegt und geplant werden.

 

Angst vor Jobwechsel, Herausforderung

 

Die Angst vor dem Jobwechsel

Warum bleiben Menschen in Arbeitsverhältnissen, mit denen sie unzufrieden sind? Oder schieben nach der inneren Entscheidung zum Wechsel die tatsächliche Handlung  monatelang auf?

Einer der wichtigsten Gründe ist die mit dem Jobwechsel einhergehende Unsicherheit und das Verlassen der persönlichen Komfortzone. Man kann nie sicher wissen, was einen in dem neuen Job erwartet. Ein kleines Restrisiko, dass man mit dem neuen Job doch nicht besser dasteht als mit dem alten, gibt es eigentlich immer. Der Schritt ins Ungewisse, egal in welchem Bereich, bedeutet für die meisten Menschen eine Überwindung. Auch ist die Macht der Gewohnheit oft doch etwas stärker als der Reiz des Unbekannten. Warum sonst bleiben wir an den meisten Abenden ganz unspektakulär zuhause auf dem Sofa, statt zum Beispiel die neue Bar an der Ecke auszuprobieren? Relativ ähnlich kann es auch mit dem Job sein.

Der zweite Grund: Risiko. Das gilt besonders, wenn der aktuelle Job aufgegeben werden soll, um endlich den Versuch zur Selbstständigkeit zu wagen. Die Angst vor finanziellem Verlust und die Aufgabe von Sicherheiten sind dabei meist die wichtigsten Faktoren. Auch ist es in vielen Berufen nicht garantiert, sofort eine neue Stelle zu finden. Wer also beispielsweise nicht zu den hochgefragten IT-Fachkräften gehört, der wartet mit der Kündigung meist besser, bis er etwas Neues gefunden hat.

Fehler zugeben kann schwierig sein, für einige Menschen zu schwierig. Ein Jobwechsel kann, je nach Grund und Umständen, das finale Eingeständnis für den aktuellen Jobs als Fehlentscheidung bedeuten. Nicht schön für jemanden, der sehr ungern Fehler zugibt. Aber auch eine Gelegenheit, genau das zu lernen.

Und dann ist da natürlich noch der perfekte Lebenslauf, der bloß nicht mit einer zu kurzen Anstellungszeit ruiniert werden soll. Was soll ein potenzieller Arbeitgeber denken, wenn für eine Stelle nur die Dauer von ein paar Monaten angegeben ist? Vermutlich, dass es dafür einen guten Grund geben muss – den Du ja auch hast, und bei einem Vorstellungsgespräch erklären kannst. So kannst du zum Beispiel beschreiben was Dir am neuen Unternehmen besser gefällt und auf welche beruflichen Herausforderungen Du Dich freust.

 

Tipps für Jobwechsel

 

Tipps für den Jobwechsel

Herausforderungen sind dazu da, dass Du Dich ihnen stellst. Damit Du an ihnen wachsen und Dich weiterentwickeln kannst. Sobald Du Dich entschieden hast den Job zu wechseln, ist besonders eine gute Organisation notwendig. Wer ist von meiner Entscheidung betroffen? Muss ich Einzelheiten erst noch einmal mit jemandem besprechen, bevor ich weiter vorgehe? Bis wann sollte ich die Kündigung einreichen und wie organisiere ich die Jobsuche am besten? Mach Dir eine Liste mit allen wichtigen Daten und Vorgehensschritten. Plane Deine Aufgabenübergabe an einen Kollegen und stelle alle wichtigen Referenzen aus bisherigen Projekten zusammen. Bringe für Deine Bewerbung Deinen Lebenslauf auf den aktuellen Stand und aktualisiere Deine Business-Profile. Bitte Deinen Vorgesetzen  Dir ein wohlwollendes Arbeitszeugnis auszustellen.

 

Die Jobsuche über klassische Stellenportale kann allerdings sehr zeitaufwendig, und wenn Du aktuell noch Vollzeit arbeitest schwer zu meistern sein. Hierfür sind Job Apps sehr praktisch. Damit musst Du der Jobsuche nicht Deinen ganzen Feierabend opfern, sondern kannst sie einfach von unterwegs, in der Bahn oder der Mittagspause erledigen.

 

Hast Du noch einen tollen Tipp? Welche Erfahrungen hast Du mit Jobwechseln gemacht und wie bist Du mit den Herausforderungen umgegangen? Schreib gerne ein Kommentar!

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Kommentare

  1. Hallo Frau Dost,

    in vielen Situationen fehlt uns einfach der Mut aus unserer Comfort Zone zu fliehen und uns in die Abenteuer zu stürzen. Dieser Blogartikel macht Mut! Er macht Mut mit der aktuellen unzufriedenen Situation Schluss zu machen, um Platz für Neues zu schaffen. Vielen Dank.

    Ein Jobwechsel ist auf jeden Fall eine großer Herausforderung. Doch wie schon erwähnt, an Herausforderungen können wir nur gestärkt raus gehen. Ich bin auch der Meinung, dass eine gute Organisation sehr wichtig ist, damit der Jobwechsel optimal klappt. Ich bin aktuell auch in solch einer Situation. Für mich habe ich schon entschieden diese Herausforderung anzunehmen: ich will den Job wechseln! Momentan bin auf Jobportalen unterwegs und suche nach geeigneten Stellen. Ich werde auch den Tipp mit den Apps ausprobieren. Nun beginnt auch die Phase, in der ich mich mit meinen Bewerbungsunterlagen auseinandersetzen und sie ggf. verbessern muss.

    Aber ich schaue positiv in die Zukunft und freue mich auf mögliche neue Chancen!
    Vielen Dank und liebe Grüße!

    1. Hallo Claudia!
      Vielen Dank für Dein schönes Feedback. Das truffls-Team wünscht Dir viel Erfolg bei Deinem Jobwechsel!
      Beste Grüße, Clarissa

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