Recruiting Trends 2017: Interview mit d.vinci Mediaberaterin Christina Fuhrmann

Recruiting Trends 2017 Interview Britta Fuhrmann

 

Interview mit d.vinci Mediaberaterin Christina Fuhrmann

 

Christina Fuhrmann arbeitet seit 2011 bei d.vinci und berät Kunden zum Thema Personalmarketing. Im truffls Interview beantwortet sie die wichtigsten Fragen zu den Themen Bewerbermanagement, Videobewerbung sowie HR-Trends für das Jahr 2017.

 

D.vinci gehört zu den Experten im Bereich Recruiting, Employer Branding, Personalmarketing und Bewerbermanagement. Wo sehen Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu anderen Personalberatungen?

Das besondere an d.vinci ist, dass wir nicht nur Personalmarketing oder nur Bewerbermanagement oder nur Direct Search anbieten, sondern unsere Services miteinander kombinieren und unseren Kunden alles unter einem Dach bieten – eben Recruiting in allen Facetten. Das bedeutet, dass wir unsere Kunden in allen Bereichen betreuen, die für die Beschaffung von gutem Personal relevant sind. Seit mehr als 25 Jahren steht d.vinci Kunden bei der Ansprache, Suche, Auswahl und Einstellung passender Mitarbeiter mit Rat und Tat zur Seite – wir beraten dabei mittelständische Firmen ebenso individuell und zielgerichtet wie nationale und internationale Konzerne. Als Recruiting-Spezialisten zeigen wir unseren Kunden pragmatische und originelle Wege auf, um schnell und effizient die besten Mitarbeiter im Markt zu finden. Dafür kombinieren wir bewährte Lösungen und standardisierte Prozesse mit aktuellen Trends und kreativen Ideen, und stehen unseren Kunden “auf ganzer Linie” als Ansprechpartner für ihre Recruiting-Themen zur Verfügung.

 

Welches Erfolgsrezept haben Sie, um für den jeweiligen Kunden die passenden Kandidaten zu finden?

Um die richtigen Kandidaten anzusprechen und zu finden, muss sich ein Unternehmen zunächst einmal fragen, wen es eigentlich sucht. Wie sieht die Zielgruppe aus, welche Mitarbeiter passen überhaupt zu dem Unternehmen? Viele Unternehmen suchen einfach drauf los, schalten Anzeigen, starten kostspielige Kampagnen und wundern sich dann, dass die richtigen Kandidaten auf sich warten lassen. Deshalb setzen wir bei d.vinci schon einen Schritt früher an und ermitteln zunächst einmal den Bedarf und die Anforderungen des Kunden. Denn erst, wenn ich weiß, wen ich eigentlich suche, kann ich die richtigen Register ziehen, sprich die richtige Ansprache wählen und die richtigen Recruiting-Kanäle auswählen. So kann im Zweifel viel Zeit und Geld gespart werden.

 

Welche Unterschiede in der Kandidatenansprache sehen Sie bei der Suche über klassische Medien vs. moderne Medien?

Wer A sagt, muss auch B sagen. Wenn ein Unternehmen sich entscheidet, moderne Medien wie mobile Apps oder Online-Tools zur Kandidatenansprache zu nutzen, sollte er deren Spektrum auch bedienen. Wenn ich als Unternehmen beispielsweise die Möglichkeit zu einer mobilen Bewerbung biete, muss dieser Prozess auch zu Ende gedacht werden, sprich das Bewerbungsformular muss entsprechend einfach gehalten sein und darf nicht durch lange Ladezeiten die mobile Bewerbung unmöglich machen. Ebenso bedingt das Angebot einer mobilen App, dass beide Seiten diese nutzen. Ein Bewerber, der über ein solches Tool mit seinem Wunsch-Arbeitgeber in Kontakt tritt, möchte als Antwort keine E-Mail. Dennoch haben klassische Medien noch immer einen hohen Stellenwert im Recruiting – nur sollte jedes Unternehmen für dich herausfinden, welche Ansprache für die gesuchte Zielgruppe die richtige ist und dieser dann auch treu bleiben.

 

Welche Trends sehen Sie generell im HR-Bereich für das Jahr 2017?

Ich glaube nicht, dass 2017 den Recruiting-Markt noch groß weiter revolutionieren wird. Generell wird sich der mobile Trend weiter fortsetzen und es wird sich zeigen, ob mobile Bewerbungen und Apps sich tatsächlich durchsetzen werden. Dies wird meines Erachtens stark davon abhängen, ob es den Anbietern gelingt, die eingesetzten Apps oder Tools benutzerfreundlich genug anzubieten. Was zu kompliziert ist, egal ob für den Bewerber oder für den Personaler, wird sich nicht durchsetzen. Der Wunsch nach Lean Recruiting, also einfachen, schnellen Prozessen wird immer größer, weshalb ich glaube, dass hier der Trend der Zukunft liegt. Auch im Bereich Bewerbermanagement werden sich die Lösungen durchsetzen, die einen transparenten und einfachen Bewerbungsprozess abbilden können, der für Unternehmen wie Bewerber eine hohe Usability bietet.

 

Das d.vinci Bewerbermanagement-System bietet die Möglichkeit ein Bewerber-Video hochzuladen. Wie genau funktioniert das System? Wie hoch ist die Bereitschaft der Bewerber ein Video hochzuladen? Werden diese Bewerber tendenziell schneller zum Vorstellungsgespräch eingeladen?

Die Möglichkeit, der Bewerbung ein Kurz-Video beizufügen, ist in der Tat neu am Markt. D.vinci hat dies mittlerweile standardmäßig in der neuesten Systemversion des Bewerbermanagements integriert und Unternehmen können dann selber entscheiden, ob sie diese Option nutzen möchten oder nicht. Und so funktioniert das: Bewerber können optional entscheiden, ob sie zusätzlich zu ihrer Bewerbung ein Video aufnehmen möchten oder nicht. Wenn der Bewerber zustimmt, erfolgt zunächst der „normale“ Bewerbungsprozess. Erst wenn der Bewerber seine Bewerbung absendet, erhält er automatisch per E-Mail die Einladung, am Video Pitch teilzunehmen und sein Video aufzunehmen. Dann hat er sieben Tage lang Zeit, um sein 30-Sekunden-Video aufzuzeichnen, sich vorzustellen, etwas über sich zu erzählen und nach Möglichkeit einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Aufnahme des Videos kann dabei so häufig wiederholt werden, bis alles passt und der Bewerber zufrieden ist. Dabei ist es vollkommen egal, ob er am Desktop sitzt oder mit dem Tablet oder Smartphone surft. Das Video ist dann automatisch Bestandteil der Bewerberakte, für den Personaler zu erkennen an einem Icon. Dort kann der Recruiter auch direkt sehen, ob die Videofunktion vom Bewerber nur ausgewählt wurde oder ob tatsächlich bereits ein Film vorliegt. In diesem Fall können dann sowohl die HR-Abteilung als auch der für die Bewerbung zuständige Fachbereich beliebig oft auf das Video zugreifen und sich einen lebendigen ersten Eindruck von ihrem neuen Bewerber machen.

Weitere Informationen zum d.vinic Video Pitch

 

Vielen Dank an Christina Furhmann für das informative Interview.

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